Was tut die IFLA?

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Die IFLA ist der Meinung, dass das derzeitige System der Urheberrechtsschranken und -ausnahmen für Bibliotheken untauglich für das digitale Zeitalter ist. Beim Ständigen Ausschuss für Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (SCCR) der WIPO hat die IFLA sich für ein aktualisiertes Rahmenwerk verwendet, dass den Bedürfnissen von Bibliotheken im 21. Jahrhundert entspricht. Die IFLA arbeitet mit den WIPO-Mitgliedstaaten zusammen, um Unterstützung für ein verbindliches internationales Instrument zu Schranken und Ausnahmen im Urheberrecht, dass es Bibliotheken ermöglicht, ihre Bestände aufrechtzuerhalten, Bildung und Forschung zu unterstützen und Materialien zu verleihen. Um die benötigt Änderung zu illustrieren und die textbasierte Arbeit des SCCR zu unterstützen, hat die IFLA einen Vertragsentwurf erstellt, der die WIPO-Mitgliedstaaten bei der Aktualisierung der Schranken und Ausnahmen für Bibliotheken anleiten soll. Große Anstrengungen werden auch von IFLA-Mitgliedern unternommen: Nationale Bibliotheksverbände um die ganze Welt setzen sich mit ihren Regierungen Verbindung und bitten sie, die Anliegen der Bibliotheken in der WIPO zu unterstützen.

Hintergrund

Um die Fragen der Schranken und Ausnahmen zu prüfen und zu ermitteln, was weltweit zum Nutzen von Bibliotheken unternommen werden sollte, haben die IFLA und die Electronic Information for Libraries Initiative (EIFL) im April 2009 einen Workshop in der British Library einberufen. Dort entwickelten Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Fachleute für geistiges Eigentum, der Weltverband der Blinden und Delegierten anderer NGOs eine Reihe von Grundsätzen, die die Schaffung eines geeigneten Instruments vorantreiben sollten, um die Tätigkeit von Bibliotheken in der ganzen Welt zu erleichtern (siehe Grundsatzerklärung über Urheberrechtsausnahmen und -schranken für Bibliotheken und Archive) zu entwickeln.

Auf dem Weltkongress Bibliothek und Information 2009 in Mailand hat der IFLA-Vorstand die Grundsätze angenommen und die Vorsitzende des IFLA-Ausschusses für Urheberrecht und andere Rechtsfragen mit der Einrichtung einer Arbeitsgruppe beauftragt, die auf der Grundlage dieser Prinzipien ein Instrument zur Prüfung durch die Mitgliedstaaten der WIPO entwerfen soll. Nach umfassenden Konsultationen mit Bibliotheksfachleuten, den Vertreter der Mitgliedstaaten und anderen sachkundigen Personen hat die IFLA-Arbeitsgruppe den "Vorschlag eines Vertrages zu Urheberrechtschranken und -ausnahmen für Bibliotheken und Archive" entwickelt.

Letzte Aktualisierung: 14 Oktober 2014