27 August 2019

From the Annual Conference

Grenzüberschreitenden Zugang langfristig sicherstellen

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Die Erhaltung, Pflege und der Zugang zum Kulturerbe stellen eine wichtige Säule der weltweiten Bibliotheksarbeit dar. Mit der neuen IFLA-Strategie wird ein starkes Engagement für den Aufbau der IFLA-Arbeit zur Verbesserung der Berufspraxis, zum Aufbau von Netzwerken und zur Sicherstellung einer effektiven Lobbyarbeit auf allen Ebenen angestrebt.

Diese Arbeiten sind bereits im Gange. Auf dem World Library and Information Congress (Weltkongress Bibliothek und Information) 2019 lanciert die IFLA Richtlinien für die Einrichtung eines Projektes der digitalen Zusammenführung sowie erste Elemente einer Reihe von Merkblättern, die häufig gestellte Fragen im Bereich der Bestandserhaltung und Konservierung beantworten.

Zusammenführung geteilter SammlungenGuidelines for Setting Up a Digital Unification Project

Es gibt viele Gründe, warum Sammlungen oder andere Dokumente zu einem bestimmten Thema nicht alle am selben Ort sein können. Während sich die politische Aufmerksamkeit eher auf Kolonialismus, Krieg und Plünderungen konzentriert, gibt es auch viele weniger traumatische Gründe – Migrationen, die Aktivitäten legitimer Privatsammler und Handel.

Sicher ist, dass die Verteilung der Sammlungen auf verschiedene Standorte bedeutet, dass es für Forscherinnen und Forscher sowie andere Nutzerinnen und Nutzer weniger einfach ist, diese Werke zu nutzen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen oder einfach Kulturen zu entdecken.

Die digitale Zusammenführung – die Digitalisierung und gemeinsame Nutzung digitaler Kopien von Werken, die sich an verschiedenen Orten befinden und oft zu digitalen Bibliotheken führen – bietet eine Lösung.

Die neuen IFLA-Richtlinien sollen eine umfassende, aber einfach zu nutzende Checkliste für jeden, der ein solches Projekt aufbaut, bereitstellen. Die Leitlinien wurden von einer Gruppe von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener IFLA-Sektionen sowie externen Expertinnen und Experten unter dem Vorsitz von Isabelle Nyffenegger, der IFLA-Sektion der Nationalbibliotheken und der Bibliothèque Nationale de France erstellt.

Anstatt spezifische Maßnahmen vorzuschreiben, geht es darum, sicherzustellen, dass alle relevanten Fragen berücksichtigt werden, damit Bibliotheken weltweit einen Weg nach vorne finden können, der ihren Bedürfnissen am besten entspricht.

Ein starkes Netzwerk, ein einzigartiges Potenzial

Durch die Expertise in ihrem Netzwerk von Zentren für Bestandserhaltung und Konservierung verfügt die IFLA über einen einzigartigen Vorteil bei der Förderung der effektiven Erhaltung und Dokumentation des Kulturerbes und des Zugangs von Forschenden und Öffentlichkeit zu diesem.

Im vergangenen Jahr haben die PAC-Zentren ihre Arbeit intensiviert, Berichte erstellt und Schulungen organisiert, auch in Zusammenarbeit miteinander. Sie spielen bereits eine wichtige Rolle bei der Förderung und Unterstützung bewährter Praktiken in ihren Kompetenzbereichen und Regionen.

Um dieses Wissen weiterzugeben, entwickeln die Zentren derzeit Merkblätter über sich selbst und ihre Arbeit. Diese sind in Form von häufig gestellten Fragen organisiert und unterstützen Bibliotheks- und Informationsmitarbeitende auf der ganzen Welt.

[Werfen Sie einen Blick] auf das, was bereits verfügbar ist!

PAC (Preservation and Conservation), IFLA WLIC 2019, Cultural heritage, Preservation, PAC Centres