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Die Dominikanische Republik gewinnt den Internationalen Bibliothekspreis für die Schaffung von Zugang zu aktueller Technologie für die, die es am meisten brauchen

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Das Programm für Gemeindetechnologiezentren wird die 1 Million US-Dollar aus dem Learning Award der Gates Stiftung dafür nutzen, das jetzt schon sehr weitläufige Netzwerk an Gemeindezentren noch weiter auszuweiten.

 

SEATTLE, 13. August – Heute vergab die Bill & Melinda Gates Stiftung ihren mit 1 Million US-Dollar dotierten “Access to Learning Award” an die Gemeindetechnologiezentren der Dominikanischen Republik (CTCs). Das Programm ist ein wegweisendes Netzwerk von Einrichtungen die allen EinwohnerInnen freien Zugang zu High-Tech Geräten, Schulungen und einer große Bandbreite anderer Dienstleistungen bieten, um diesen dabei zu helfen, ihr Leben zu verbessern.

Die Dominikanische Republik ist mit verschiedenen Problemen, wie hohen Armutsquoten, Arbeitslosigkeit und fehlender Gesundheitsaufklärung, was die Verbreitung von Krankheiten nach sich zieht, konfrontiert. Die CTCs gehen diese Probleme an, indem sie Menschen das Wissen und die Fähigkeiten geben, die sie dazu benötigen Arbeit zu finden, ihre eigenen Unternehmen aufzubauen, mehr auf ihre Gesundheit zu achten und ihre Gemeinschaften zu stärken. Microsoft, ein Partner der Stiftung, wird Software im Wert von ungefähr 18 Millionen US-Dollar an die CTCs spenden. Das Unternehmen sieht es als Teil seiner globalen Selbstverpflichtung, die Vorteile maßgeblicher Technologien in die Gemeinschaften zugänglich zu machen.

Den “Access to Learning Award”, den die Stiftung jedes Jahr auslobt, gibt es nun zum 13. Mal. Er würdigt die innovativen Anstrengungen, die Bibliotheken und ähnliche Organisationen außerhalb der Vereinigten Staaten unternehmen, um freien Zugang zu Computern und dem Internet zu gewährleisten. Der Preis wird von der „Initiative für Bibliotheken weltweit“ der Stiftung vergeben, die daran arbeitet die Welt des Wissens und der Information zu öffnen und so die Leben von Millionen von Menschen besser zu machen.

“Die CTCs schaffen eine bleibende Veränderung, indem sie individuelle und gemeinschaftliche Entwicklungen der AnwohnerInnen in den Gemeinden und Stadtvierteln fördern. Sie nutzen Technologie als ein Werkzeug, um Armut zu überwinden und helfen Menschen produktive, innovative und konkurrenzfähige Personen zu werden,“ sagt Dr. Margarita Cedeño de Fernández, die sich als First Lady während der Regierungszeit ihres Mannes für dieses Projekt eingesetzt hatte und die es im Laufe ihrer bald beginnenden Amtszeit als Vizepräsidenten weiter ausbauen will. “Wir hoffen durch CTCs eine Kultur der Wissbegier in diesen Gemeinschaften zu schaffen. Eine Kultur, die es ihnen ermöglicht und sie ermächtigt, sich aktiver und engagierter für ihre eigene Zukunft einzusetzen. Wir denken, dass man um im 21. Jahrhundert erfolgreich zu sein, einen unternehmerischen und innovativen Geist braucht.“

Die CTCs bietet nicht nur Zugang zu Technologie, sie dienen auch als Drehscheibe für die Gemeinschaften, als Orte an denen Menschen sich für kulturelle Veranstaltungen und Feiern treffen können. Die Zentren arbeiten eng mit dem innovativen Programm für wirtschaftliche und soziale Entwicklung “Progresando” zusammen, dass eine große Bandbreite an Unterstützung anbietet, unter anderem: Vorbereitung für den Arbeitsmarkt, Kinderbetreuung und Mikrokredite für den Aufbau von Unternehmen.

“Die Führungspersonen der Dominikanischen Republik setzen sich dafür ein, dass sichergestellt wird, dass jede/r EinwohnerIn freien Zugang zu Technologie hat”, sagte Deborah Jacobs, Direktorin der Initiative “Bibliotheken weltweit” der Bill & Melinda Gates Stiftung bei einer Veranstaltung in Helsinki, Finnland, bei der der Preis verkündet wurde. “Sie haben verstanden, dass es notwendig ist ihrem Volk die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie benötigen um einen echten, anhaltenden und tiefgreifenden Wandel einzuleiten und wenn sie eine langfristige, nachhaltige Lösung für die Probleme mit denen sie konfrontiert sind, finden wollen.”

Die CTCs sind so ausgerichtet, dass sie sich an die traditionell benachteiligten und am meisten marginalisierten Mitglieder der Gemeinschaft richten. Das “Frauen ins Netz”-Programm bietet Fortgeschrittenenkurse für Programmieren, Multimedia und Telekommunikation für junge Frauen an, um ihnen zu helfen sich Arbeitsplätze Bereich der Technologie zu sichern. Die Partnerschaft für Beschäftigungsmöglichkeiten durch Technologie in Nord-, Mittel- und Südamerika (POETA) bietet Menschen mit Behinderungen spezialisierte Trainingsangebote, damit sie in den Arbeitsmarkt eintreten und so aktivere Mitglieder der Gemeinschaft werden können. CTCs, die nah an der Grenze zu Haiti zu finden sind, richten sich besonders an ImmigrantInnen, auch an die, die keinen legalen Aufenthaltsstatus haben.

Julian Joseph-Josue, ein haitianischer Immigrant, konnte CTC Schulungen besuchen, die ihm geholfen haben seine Arbeit als Übersetzer weiterzuentwickeln und die ihm halfen, sich in seinem neuen Zuhause willkommen zu fühlen. “In meinem Land haben wir nichts, das diesem Programm auch nur annähernd nahe kommt” sagte Julien. “Ich habe in Haiti Französisch gelernt, aber das war sehr teuer und deshalb war das sehr stressig. Hier kommt man hin und die Kurse sind umsonst. Meine Lebenssituation hat sich nun um 180° gewendet, weil ich mich jetzt als Teil einer Familie fühle.”

Die CTCs werden von der Regierung finanziert und arbeiten eng mit privaten Unternehmen, wie CISCO Systems, Nicht-Regierungsorganisation wie “Trust for the Americas” aber auch Schulen, Gemeinden und Graswurzelorganisationen zusammen, um die Dienste, die sie anbieten zu stärken.

Das CTC Programm wird seinen Preis dazu benutzen, um über das Büro der zukünftigen Vizepräsidentin sein Netzwerk auszudehnen und mehr Trainings- und Bildungsangebote für die Mitglieder der Gemeinschaft und für MitarbeiterInnen anzubieten.