22 August 2017

From the Annual Conference

Bibliotheken. Solidarität. Gesellschaft. Dieses Motto kommt bei der Eröffnungssitzung nach Breslau!

English | Русский | français | Español | العربية | 简体中文

IFLA WLIC 2017 opening

Breslaus Jahrhunderthalle lebte am Sonntag, 20. August, auf spektakuläre Weise auf, als etwa 3.100 Delegierte aus 122 Ländern diesen historischen Ort bevölkerten, um die offizielle Eröffnung der 83. IFLA-Generalkonferenz und -versammlung zu erleben.

Die Veranstaltung begann mit zwei inspirierenden Ansprachen an die KongressteilnehmerInnen von IFLA-Präsidentin Donna Scheeder und IFLA-Generalsekretär Gerald Leitner sowie einem unterstützenden Brief von Andrzej Duda, Präsidenten der Republik Polen. Ihre Worte ließen keinen Zweifel am Engagement, der proaktiven Vision und der hellen Zukunft, die sowohl die IFLA als auch Polen für das weltweite Bibliothekswesen haben.

IFLA WLIC 2017 opening

Bibliotheken. Solidarität. Gesellschaft., drückt unsere Hoffnungen und Träume für die Zukunft perfekt aus. Die Solidarität eines vereinten Bibliothekswesens garantiert kontinuierlich unsere Fähigkeit, einen Unterschied im Leben der Menschen zu machen und Wissen zu nutzen, um die gesellschaftlichen Bedingungen zu verbessern.“

IFLA-Präsidentin Donna Scheeder

Die nächste Phase der Vision

Mit der Global Vision Diskussion, die jetzt voll im Gange ist, ist ein großes Ziel der IFLA klarer und zeitgemäßer denn je: die Position der Bibliotheken und der BibliothekarInnen weltweit zu stärken. IFLA bringt diese Diskussion zum Weltkongress 2017 und zu KollegInnen weltweit. In dieser Woche stehen die Freischaltungen verschiedener dynamischer Plattformen an (einschließlich der Freischaltungen der Global Vision Wahlplattform und der Bibliotheksweltkarte), die BibliothekaInnen sowohl befähigen, also auch bestärken werden, um mit den Worten von Präsidentin Donna Scheeder „den Unterschied zu machen“. 

IFLA WLIC 2017 opening

In seiner Rede hat IFLA-Generalsekretär Gerald Leitner IFLA’s inklusive „global roadmap“ näher beschrieben und eine verlockende Aussicht auf das gegeben, was noch kommen wird:

„Wir sind davon überzeugt, dass einzig ein vereintes und im Austausch miteinander stehendes Bibliotheksumfeld dazu imstande sein wird, einem wahrhaftigen Potential von Bibliotheken gerecht zu werden, nämlich gebildete, informierte und partizipative Gesellschaften zu schaffen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, entwickelt die IFLA neue Werkzeuge, um ihre Mitglieder effektiver zu unterstützen und die Position von Bibliotheken weltweit zu stärken. Wir kommen mit einem Feuerwerk an neuen Ideen und Dienstleistungen für Sie zu diesem Kongress!“

Das internationalen Bibliothekswesen zusammenzubringen ist keine leichte Aufgabe und wird ein Umdenken erfordern. Glücklicherweise, hat die Energie und die Begeisterung während der zweistündigen Sitzung gezeigt, das sowohl die IFLA, als auch ihre Mitglieder und die globale Bibliothekscommunity bereit sind, sich der Herausforderung zu stellen. Und nicht nur bereit, sondern auch begierig darauf, mit den Werkzeugen ausgestattet zu werden, um dies zu tun. 

Warum Breslau?

Rafał Dutkiewicz (Breslaus Bürgermeister), Elżbieta Stefańczyk (Präsidentin des Polnischen Bibliotheksverbands) und Tomasz Makowski (Direktor der Polnischen Nationalbibliothek) boten eine faszinierende Einführung in Breslaus tiefe Verbundenheit zur kulturellen Entwicklung und Bildung, die den Weg für das Erlangen des Status der UNESCO Welthauptstadt des Buches sowie der Europäischen Kulturhauptstadt im Jahr 2016 ebneten. Damit ist Breslau die erste Stadt überhaupt, die diese doppelte Ehrung erhalten hat.

Mit etwa 32.000 aktiven Bibliotheken, eine pro 1000 BürgerInnen, verfügt Polen ebenso über eine lange Historie starker Unterstützung ihrer Bibliotheken und BibliothekarInnen. Die IFLA genießt das Privileg, dass diese Unterstützung auch in den Worten des polnischen Präsidenten Andrzej Duda an die KongressteilnehmerInnen Widerhall findet:

Buchsammlungen zusammenzutragen, sie zu archivieren, zu pflegen, fortzuentwickeln und zugänglich zu machen, stellt sich als wesentlich und unverzichtbar dar, wenn es darum geht, das eigene kulturelle Erbe zu bewahren. BibliothekarInnen sind die eigentlichen WächterInnen über menschliches Wissen, sie sind bewährte ExpertInnen und hervorragende Förderer dessen.“

Prof. Piotr Gliński, Polens Erster Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Kultur und Nationalerbe, legte einige konkrete Schutzmaßnahmen und innovative Pläne zur Neuerfindung des öffentlichen Bibliotheksnetzwerks Polens dar, die ebenfalls danach streben, „… die zentrale Rolle und fortwährende Verpflichtung der Bibliotheken zu beschützen und aufrechtzuerhalten, die Leserschaft zu fördern, die Informationskompetenz voranzubringen sowie freien Zugang zu Informationen zur Verfügung zu stellen.“ Zentrale Werte wie diese werden schon seit langem durch die IFLA etabliert und vorangebracht.

IFLA WLIC 2017 opening

Zusätzlich zu den anregenden Ideen, inklusive denen aus der Rede des eloquenten und besonnenen Hauptredners Prof. Richard Butterwick-Pawlikowski, bekamen die Anwesenden und Zuschauer der Übertragung zum Schluss eine mitreißende Theatershow zu sehen, die die Geschichte Breslaus anhand von Musik und Bewegung sowie visuell darstellte.

Diese Eröffnungsveranstaltung wurde per Live-Stream auf den Facebook- und YouTube-Kanälen der IFLA übertragen. Ein bearbeitetes Video der Veranstaltung wird in Kürze verfügbar sein.

Poland, IFLA WLIC 2017, IFLA Global Vision, Opening Session